Polizeiposten Rüppurr

Die Internetseite des Polizeipostens Rüppurr

Mitten aus dem Leben – die Geschmäcker sind eben doch verschieden…

Dass das nicht nur beim Essen und Trinken, sondern auch bei der Musik der Fall ist, bewahrheitete sich zum Monatswechsel Juni/Juli im Dammerstock. Denn während seine Besucher die Darbietungen des professionellen Opern-Sängers im heimatlichen Garten genossen, empfanden andere dies als die abendliche Ruhe störenden Lärm, was aufgrund der angegebenen langen Dauer der Opern- und Klavierdarbietungen die Polizei auf den Plan rief. Der Profi-Musiker war hier sogleich einsichtig und beendete seine als Generalprobe für den bevorstehenden Auslandsauftritt gedachten Darbietungen vor seinen Freunden als Publikum sogleich, sodass die abendliche Ruhe wiederhergestellt werden konnte.

Promillegrenze auch für Radfahrer

„Ein Bier geht noch – ich bin ja mit dem Fahrrad da!“ Dass diese Aussage, die man doch das eine oder andere Mal auf einer Familienfeier, einem Gartenfest oder auf einer Party hört nicht unbedingt stimmen muss, bewahrheitete sich Anfang Juli im Bereich der Ettlinger Allee. Hier war den Beamten des Streifendienstes des Polizeireviers Karlsruhe-Südweststadt ein Radfahrer aufgrund unsicherer Fahrweise, starker Schlangenlinien und des Nächstens ohne Beleuchtung an seinem Vehikel aufgefallen, als er letztlich fast zu Fall gekommen wäre. Die bei der folgenden Kontrolle auffallende verwaschene Aussprache, der unsichere Stand / Gang und der Alkoholgeruch in der Atemluft lieferten weitere Indizien für eine nicht unerhebliche Alkoholisierung des Radfahrers, die ein Atemalkoholtest mit einem Ergebnis von 1,8 Promille bestätigte. Damit übertraf der Radfahrer den für die absolute Fahruntüchtigkeit erforderlichen Wert von 1,6 Promille und muss neben einer Anzeige wegen Trunkenheit im Verkehr nun mit einer Überprüfung rechnen, ob er aufgrund des erreichten Promillewertes für das Führen von fahrerlaubnispflichtigen Fahrzeugen im Straßenverkehr überhaupt geeignet ist.

Ganz nebenbei: Dass man als Radfahrer was den Alkoholkonsum angeht keinen Freifahrschein hat, ist unter anderem daran zu erkennen, dass neben dem Grenzwert einer folgenlosen Trunkenheitsfahrt von 1,6 Promille bereits bei einem Wert von 0,3 Promille mit Fahrauffälligkeiten oder gar einem (teil-)verschuldeten Unfall eine Anzeige wegen Trunkenheit im Verkehr oder Straßenverkehrsgefährdung mit entsprechenden Auswirkungen auf den Führerschein zu rechnen ist – ein Taxi ist da allemal sicherer und billiger…

Mit der Bitte um Rücksicht und Beachtung der Durchfahrtsbeschränkung „Anlieger frei“

Rund um Rüppurr finden sich neben Naherholungsgebieten in Form von Wäldern und Wiesen auch diverse naturnahe Einkaufsmöglichkeiten, die sich immer größerer Beliebtheit erfreuen und von einer Vielzahl von Mitbürgern genutzt werden. Teilweise werden diese Einkaufsmöglichkeiten zu Fuß, mit dem Fahrrad oder auch mit dem Auto aufgesucht. Aus gegebenem Anlass möchten wir die Mitbürger sensibilisieren, auf den schmalen Wegen gerade zu den Hofläden besondere Vorsicht und Rücksicht gegenüber anderen Verkehrsteilnehmern an den Tag zu legen, kommt es hier – überwiegend aufgrund der Situation nicht angepassten Geschwindigkeiten – immer wieder zu gefährlichen Situationen, die bisher noch nicht zu Personen- oder Sachschäden, dafür aber zu Verärgerung und vielleicht auch schon zu Gefährdungen von Verkehrsteilnehmern führten.

Verkehrszeichen 260: Verbot für Kraftfahrzeuge

Ganz nebenbei handelt es sich bei dem Verkehrszeichen „Durchfahrt für Kraftfahrzeuge verboten“ mit dem Zusatzschild „Anlieger frei“ um ein klar geregeltes und durch den Verkehrsteilnehmer im Fall einer Kontrolle nachzuweisendes Nutzungsrecht, welches lediglich Anwohner, deren Besucher, Inhaber von dortigen Grundstücken und Kunden der naturnahen Einkaufsmöglichkeiten zur Durchfahrt berechtigt – eine Abkürzung, um über Schleichwege schneller von „A“ nach „B“ zu kommen ist kein vom Verkehrszeichen erfasstes „Anliegen“!!! .

Temporäre Unterstützung beim Pp Rüppurr

Seit dem 01.06.2020 absolviert der Polizeikommissaranwärter Leonard Keil sein Grundpraktikum beim Polizeiposten Karlsruhe-Rüppurr. Nach erfolgreicher Vorausbildung beim IBA Lahr und den ersten gesammelten kriminalistischen Erfahrungen bei der Kriminalpolizei Karlsruhe wird er nun die nächsten 8 Wochen seine ersten Eindrücke im Bereich des Postendienstes sammeln.

Leonard Keil

Unser neuer Kollege kommt aus dem Landkreis Karlsruhe, hat bereits BWL studiert und ist nun seit Juli 2019 in der Ausbildung zum Polizeikommissar.

Seine nächsten Erfahrungen wird er von August bis September 2020 beim Streifendienst des Polizeirevier Karlsruhe-Südweststadt sammeln. Ab dem 01.10.20 geht´s dann nach Villingen-Schwenningen, um das duale Studium anzutreten.

Mitten aus dem Leben – Wenn der Wunsch nach einer Zigarette größer ist…

Nicht schlecht gestaunt hatte Anfang Juni einer unserer Mitbürger und die Mitarbeiter einer Rüppurrer Tankstelle, als plötzlich ein Mann im Schlafgewand, mit einer Infusionsnadel im Arm und der zugehörigen Infusion am rollbaren Infusionsständer den Verkaufsraum der Tankstelle betrat, um zur Befriedigung seines Nikotinbedürfnisses den erforderlichen Tabak zu kaufen. Dass das so nicht ganz seine Richtigkeit haben dürfte, war schnell klar, konnten die herbeigerufenen Beamten nach kurzen Ermittlungen schnell herausfinden, dass der „Kunde“ der Tankstelle eigentlich in ein Krankenbett des ca. 500 m weit entfernten Diakonissenkrankenhauses gehörte. Der arglose Patient war sich der Gefahr seines Tuns in Anbetracht seines Gesundheitszustandes wohl nicht bewusst. Diese ließ sich in der Notwendigkeit des Rücktransportes mit einem Rettungswagen letzten Endes aber unschwer erkennen.

Online Einkaufen über sogenannte „Fake-Shops“

Die Möglichkeiten des Internets sind bekanntlicherweise sehr groß und so haben gerade in Zeiten der coronabedingten Ausgangsbeschränkungen noch mehr Menschen als zuvor das Einkaufen im Internet für sich entdeckt. Dass diese Möglichkeit des Einkaufens jedoch nicht nur Vorteile hat, erkennen geprellte Mitbürger daran, dass die erhoffte Ware erst gar nicht beim Käufer eintrifft. Das Sachgebiet Cybercrime des Pp Rüppurr führt dazu aus, dass durch unbekannte Tätergruppierungen mittlerweile verschiedene Arten von „Fake-Shops“ aufgesetzt und über diese Waren angeboten werden, welche dem englischen Begriff „fake“ nach nur vorgegaukelt und in der Realität nicht vorhanden sind. Die späteren Geschädigten werden dazu animiert, die angebotenen Waren gegen Vorkasse zu erwerben. Nach Überweisung der fälligen Beträge wird keine Ware geliefert!!!

Wie erkenne ich aber nun eine „gefakte“, also eine gefälschte Internetseite mit kriminellem Hintergrund? Hier einige Indizien, die Sie zur Prüfung vor einem Kauf über das Internet gerne im Bereich Ihres PC bereit legen dürfen:

  • Impressum gefälscht bzw. missbräuchlich von einem anderen Unternehmen verwendet (Anm. aus dem Internet: Betreiber von Online-Shops sind verpflichtet, auf ihrer Internetseite im Impressum unter anderem den Firmennamen, die geographische Adresse und eine E-Mail Adresse anzugeben. Unstimmigkeiten im Impressum oder fehlende Kontaktdaten können ein Hinweis darauf sein, dass es sich um einen Fake-Shop handelt)
  • Lediglich Vorkasse-Zahlungen, da anders angeblich „aus technischen Gründen“ nicht möglich (Anm. aus dem Internet: Sichere Zahlungsmethoden bieten einen guten Schutz. Am sichersten ist die Bezahlung nach Erhalt einer Rechnung oder die Erteilung einer Einzugsermächtigung, also die Zahlung per Lastschriftverfahren. Grundsätzlich gilt: Keine Vorauskasse leisten!)
  • Oft nur Schnäppchen-Angebote auf der Webseite (Anm. aus dem Internet: Wird das Produkt auffallend günstiger angeboten als in anderen Shops, ist Skepsis angebracht.)
  • Siegel oder https-Verbindung bzw. gute Seitengestaltung ist keine Garantie für seriösen Anbieter (Anm. aus dem Internet: Verwendet der Shop ein Gütesiegel, kann durch einen Mausklick auf das Siegelemblem überprüft werden, ob der Online-Shop es rechtmäßig verwendet.)
  • Info einholen über z. B. Onlinewarnungen, Verbraucherschutz, Polizei-Beratung (Anm. aus dem Internet: Vor dem ersten Kauf gilt es, den Ruf des Unternehmens zu prüfen. Bewertungen anderer Nutzerinnen und Nutzer helfen dabei, doch auch diese sollte man kritisch lesen.)
  • Verwendete Sprache mit meist gravierenden grammatikalischen bzw. Rechtschreibfehler (meist in den Ausführungen in den AGB ersichtlich)
  • IBAN prüfen, z. B. Deutscher Shop aber ausländische IBAN – Vorsicht!

Sie haben doch überwiesen und das „Kind ist sozusagen schon in den Brunnen gefallen“?!?  

  1. Schnellstens zur Bank, ggf. ist die Zahlung noch rückgängig zu machen
  2. Belege soweit möglich sichern (Kaufvertrag, Bestellbestätigung, E-Mails, Screenshot des Angebots und Impressums, Bankverbindung, Internetadresse)
  3. Strafanzeige bei jeder Polizeidienststelle oder online bei der Internetwache

Sicherlich nimmt die Prüfung des Online-Shops einige Minuten Zeit in Anspruch, aber besser so, als dass Sie später bei der Polizei sitzen und Anzeige wegen Betrugs erstatten müssen. Denn das dauert länger!

Mitten aus dem Leben – Fundsache der etwas anderen Art

Verlieren kann man ja fast alles – von Schlüssel über Geldbeutel, Brillen und Fahrrädern bis zur Kontenance, wobei den Verlust von Letztgenanntem durchaus auch die Polizei auf den Plan rufen kann. Mitte Mai war es allerdings eine Fundsache der etwas anderen Art, die im Bereich der Sportanlagen an der Ettlinger Allee zu einem polizeilichen Einsatz führte. Denn ein in unseren Breitengraden nicht heimisches Kriechtier war seinem Eigentümer wohl – versehentlich oder absichtlich – entwischt und konnte sich aufgrund der zu kühlen Temperaturen nicht mehr so geschmeidig und leise bewegen wie sonst üblich. Da sie somit auch die Flucht nicht mehr antreten konnte, wurde die ca. 1 m lange Königspython von der herbeigerufenen Streifenbesatzung sistiert, vom verständigten Tierrettungsdienst eingefangen und einer entsprechenden Tierauffangstation zugeführt. Der Eigentümer der ungiftigen Würgeschlange ist bis dato unbekannt, das Kriechtier selbst aber wieder warm und sicher untergebracht.

Nächtliche Schussgeräusche aufgeklärt

Von Anfang bis fast Ende des Monats Mai sorgten nächtliche Schussgeräusche aus dem Bereich der Sportanlagen entlang der Ettlinger Allee für Verunsicherung bei der Bevölkerung. Zu vermutende Jagdgeräusche aus dem dahinterliegenden Oberwald konnten zeitnah ausgeschlossen werden, ergaben die Ermittlungen des Polizeipostens Karlsruhe-Rüppurr in Zusammenarbeit mit dem Streifendienst des Polizeireviers Karlsruhe-Südweststadt und der Diensthundeführerstaffel, dass ein Jugendlicher als unrechtmäßiger Inhaber einer Luftdruckpistole (Softairwaffe) für die Knallgeräusche verantwortlich war und den Anwohnern den Schlaf raubte. Seine nicht zu überhörenden Schießübungen mit durch Gaskartuschen angetriebenen Plastikkugeln führten zwar nicht zu Personen- oder Sachschäden, ziehen aber nun neben der Einziehung der Pistole und der Munition eine Ordnungswidrigkeitenanzeige für den Jugendlichen und einen (wieder) ruhigen Schlaf für die Anwohner nach sich.

Mitten aus dem Leben – „Tatort Gartenzaun“

Teil der polizeilichen Arbeit ist neben der Verfolgung von Straftaten und der Präventionsarbeit unter anderem die Schlichtung von Streitigkeiten. Überwiegend nehmen die eingesetzten Polizeibeamten hierbei lediglich eine Vermittlerrolle ein, ohne Anspruch auf endgültige Schlichtung eines teils schon Jahre schwelenden Streites oder Lösung des eigentlichen Problems zu erheben. Dabei liegt der Grund von nachbarschaftlichen Streitigkeiten aus polizeilicher Erfahrung heraus oftmals im (Fehl-)Verhalten von Mitmenschen, in ungeklärt bleibenden Missverständnissen oder wie hier ganz konkret in baulichen bzw. gartengestalterischen Unstimmigkeiten. So war es Anfang Mai ein an einer Grundstücksgrenze wachsender Baum, der die Polizei in Rüppurr auf den Plan rief, da dessen Laubabfall und herabfallendes Geäst mindestens seit 1 ½ Jahrzehnten in Nachbars Garten landet und deshalb bereits genauso lange für Verdruss sorgt. Da eine straf- oder ordnungswidrigkeitenrechtliche Relevanz nicht gegeben war und von dem Baum aktuell keine konkrete Gefahr ausging, blieb für die eingesetzten Beamten hier nur die Möglichkeit, unter Wahrung der gebotenen Neutralität zwischen den jahrzehntelangen Nachbarn zu vermitteln und einzig und alleine den Baum – vorerst – als Gewinner aus der Streitigkeit hervorgehen zu lassen.

Temporäre Unterstützung beim Pp Rüppurr

Seit dem 27.04.20 absolviert der Polizeikommissaranwärter Maximilian Franke sein Grundpraktikum beim Polizeiposten Karlsruhe-Rüppurr. Nach erfolgreicher Vorausbildung beim IBA Bruchsal wird er nun die nächsten 4 Wochen seine ersten Erfahrungen im Ermittlungsdienst sammeln.

Polizeikommissaranwärter Maximilian Franke
Polizeikommissaranwärter Maximilian Franke

Ursprünglich kommt unser junger Kollege aus Thüringen, ging im November 2016 für 2 Jahre zur Bundeswehr und kam 2019 nach Karlsruhe, um hier seine Ausbildung zum Polizisten zu beginnen.

Seine nächsten Erfahrungen wird er im Streifendienst des Polizeireviers Karlsruhe-Südweststadt und beim kriminaltechnischen Dauerdienst Karlsruhe sammeln. Ab dem 01.10.20 geht’s dann nach Villingen-Schwenningen, um das duale Studium anzutreten.

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