Polizeiposten Rüppurr

Die Internetseite des Polizeipostens Rüppurr

Monat: Oktober 2018

Aufdringlicher Mann

Mitte Oktober hielt sich eine junge Frau nachmittags im Weiherwald im Bereich des dortigen Bahnüberganges auf. Sie wurde von einem Mann angesprochen, welcher extrem nahe an sie herantrat. Er fragte nach ihrem Namen und aus den weiteren Worten des Mannes war zu entnehmen, dass er eine Freundin suchte. Er überreichte auch einen Zettel mit wirrem Inhalt. Das gesamte aufdringliche Verhalten verursachte bei der Frau ein starkes Unwohlsein, was auch zu verstehen ist. Der Mann wurde wie folgt beschreiben:

Ca. 30-40 Jahre alt, Südeuropäer, 175-178 cm groß, schulterlange braune Haare, er trug weder Brille noch Bart und hatte ungepflegte Zähne. Er sprach in gebrochenem  Deutsch.

Betrugsmasche aus der Cybercrime Ecke

Mit dieser Art von Betrug tue ich mir relativ schwer, ich weiß, das liegt am Alter, und ich lasse mir die Vorgehensweise gerne von meiner jüngeren Kollegin erklären, versuche dann zu verstehen und es in einfache Worte zu fassen.

Beteiligt sind im aktuellen Fall vier Personen. Der sparsame Hans, der im Internet ein günstiges Handy sucht, der böse Franz, bei dem es offensichtlich bestellt werden kann, ein nichtsahnender Großhändler, und ein ahnungsloser Kreditkarteninhaber.

Nach langem Suchen findet Hans im Internet ein supergünstiges Angebot bei Franz. Dieser hat aber gar kein Handy, sondern bestellt es bei einem Großhändler, bei dem er sich allerdings als Hans ausgibt. Das Handy bezahlt er mit einer Kreditkartennummer, welche er im Internet aus einer dubiosen Quelle bezogen hat und nun missbräuchlich verwendet. Der Großhändler bekommt also sein Geld, schickt das Telefon an den Hans, welcher den Franz dann auch bezahlt.

Nach einigen Wochen stellt der Inhaber der missbrauchten Kreditkarte fest, dass von seinem Konto eine Überweisung getätigt wurde, welche er nicht veranlasst hat. Er erstattet Anzeige und die erste Spur führt natürlich zum Großhändler. Der aber sagt, er sei kein Betrüger, da er ja das Handy an den Hans geliefert hat, und der Hans sagt, er sei auch kein Betrüger, denn er habe ein Handy bestellt und bezahlt und bekommen.

Schließlich führt die Spur zum bösen Franz, weil der Hans ja dem Franz Geld auf dessen Konto überwiesen hat.  

Im Idealfall gesteht der Franz alles, macht den Schaden wieder gut und sieht seiner gerechten Bestrafung entgegen. Leider haben wir es nicht immer mit Idealfällen zu tun und das Konto wurde zum Beispiel unter einem falschen Namen eingerichtet oder es befindet sich im entferntesten Ausland. Dann wird´s schwierig, das können Sie mir glauben. Und wer bezahlt am Ende die Zeche? Ich gehe davon aus, dass die Bank ihren Kunden, den Herrn mit den missbrauchten Kreditkartendaten entschädigen, wird.

Wer hätte das gedachst

Dachs vor Haustür

Tagelang bemerkte die Zeitungsfrau in der Gartenstadt bei ihrem morgendlichen Gang seltsame Geräusche, die sie zunächst nicht zuordnen konnte. Nun ertappte sie den Verursacher im Blütenweg auf frischer Tat – es war ein Dachs, der sich wohl auf Nahrungssuche befand.

Radwegsperrung

Wegen Straßenbauarbeiten Links der Alb sind die Radwege, welche die Weiherfeldbrücke mit Links und Rechts der Alb verbinden, gesperrt. Hintergrund der Sperrung ist der, dass die Kappes-Brücke für den Kraftfahrzeug-Anliegerverkehr freigegeben wurde, damit die an die Baustelle grenzenden Häuser, insbesondere für Rettungsfahrzeuge und die Feuerwehr, erreichbar sind.

In einer gemeinsamen Nutzung der Wege um die Kappes-Brücke sieht das Bauamt eine zu große Gefahr insbesondere für Radfahrer, die ja oft sehr schnell von der Weiherfeldbrücke kommen.

Eine Umleitung für Radfahrer und Fußgänger ist ausgeschildert, man muss jetzt halt eine kurze Wegstrecke mehr zurücklegen.

Ein paar mit dieser Lösung Unzufriedene oder Uneinsichtige gibt es auch, denn sie schieben immer wieder die Absperrung beiseite um den Weg für sich nutzen zu können. Die Absperrgitter mussten deshalb angekettet werden. Die Umleitung soll bis März nächsten Jahres bestehen bleiben.

E-Mail aus Portugal

Frau D. aus Rüppurr erhielt eine E-Mail aus Portugal. Darin wurde ihr ein Vermögen versprochen, denn ein namensgleicher stinkreicher Mann hätte knapp zehn Millionen hinterlassen. Der Absender, ein angeblicher Rechtsanwalt, wäre mit der Abwicklung des Vermögens beauftragt und er meinte, dass man sich die Summer teilen könnte.

Finger weg von solchen Angeboten. Den Rechtsanwalt gibt es nicht, die Geld auch nicht und den Toten schon gar nicht. Sie sollen mit dem Versprechen auf Reichtum lediglich in eine Falle gelockt werden, und im Grunde haben es die Täter nur auf ihr Geld abgesehen, denn bevor es zur angeblichen Auszahlung kommt, fallen etliche Kosten für Geldtransfer, Notar, Kontoauflösung und ähnliches an, das sie vorzustrecken haben. 

Gefährliche Radfahrer

Eine Anwohnerin aus der Belchenstraße beklagte sich über Radfahrer auf dem Gehweg. Dies wäre nicht nur ein Ärgernis, sondern es ergäben sich auch gefährliche Situationen für Fußgänger, insbesondere für Kinder, weshalb die Dame um einen entsprechenden Appell an die Radfahrer bat.

Diebstahl eines hochwertigen Pkw

Im letzten Jahr gab es in Rüppurr eine Diebstahlserie bei der mehrere hochwertige Pkw, die mit einem Keyless-Go-System ausgerüstet waren, entwendet wurden. Die Situation hatte sich beruhigt, doch jetzt wurde ein neuer Fall bekannt. In der Nacht zum 03.10.18 wurde nun erneut ein Pkw, diesmal ein schwarzer BMW X5, der ebenfalls mit diesem System ausgerüstet ist, in der Andersenstraße entwendet. Der Schaden beläuft sich auf ca. 20.000 Euro.

Scammer

Wer oder was ist das. Scammer sind alle Arten von Betrüger, die sich das Internet zu Nutze machen. Eine besondere Art ist das „Romance-Scamming“ Es findet sich vornehmlich in Dating-Portalen, in Foren und auf anderen Chat-Portalen. Opfer sind hier Menschen, die Freundschaften oder Liebe suchen. 

Der Scammer, also der Betrüger, macht sich in der Regel ganz harmlos an sein Opfer ran und bedient sich dabei gestohlener Bilder und erfundener Fakten. Die Kontaktaufnahme kann sowohl in deutscher, bevorzugt auch in englischer Sprache, erfolgen. Auch er sucht, so lässt er durchblicken, einen Partner, und er lässt sich Zeit. Das Vertrauen des Opfers soll ja erschlichen werden und das geht nicht hoppla hopp. Ein erstes Warnsignal wäre das Ungleichverhältnis zwischen Opfer und Scammer. 

Ein männliches Beispiel: Stellen Sie sich vor, Sie werden als Durchschnittsmensch von einem engelhaften Wesen kontaktiert, das sich sofort in ihre schönen Augen verliebt. Die Frau, zwanzig Jahre jünger, sucht nun einen Ruhepol oder eine Veränderung in ihrem Leben – nämlich Sie. Sie schmiert Ihnen Honig ums Maul bis sie verliebt sind und die rosarote Brille aufsetzen. 

Jetzt setzt Ihr Verstand aus, Sie können nicht mehr klar denken, und in diesem Augenblick setzt der weibliche Scammer zum finalen Schlag an. Eine  Notlage wird vorgetäuscht. Die Mutter fast im Sterben liegend, braucht dringend Medikamente, das Auto wurde beschädigt oder das Geld für das Flugticket fehlt, weil es gerade gestohlen wurde, oder, oder, oder. 

Sie jedenfalls, wenn Sie blöd oder verliebt genug sind, manchmal kann man das ja gar nicht so genau unterscheiden, überweisen nun das Geld und werden so lange gemolken, bis Sie keines mehr haben, oder Ihr Verstand wieder rechtzeitig eingesetzt hat.  

Während Männer gerne auf die jungen attraktiven Dinger reinfallen, sind es für die Damen, und da gibt es sicherlich auch Ausnahmen, die erfolgreichen Männer wie Chefärzte, Piloten oder Geschäftsleute. Natürlich gut aussehend, wie das eingestellte Foto suggeriert. Warum sich dieser erfolgreiche und gutaussehende Mann nun gerade in Sie verliebt hat, sollten Sie hinterfragen.  

Ich möchte Ihnen die Freude am Chatten nicht nehmen, aber wenn es um Geld geht ist höchste Vorsicht geboten. 

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