Die Internetseite des Polizeipostens Rüppurr

Monat: Juni 2020

Mitten aus dem Leben – Fundsache der etwas anderen Art

Verlieren kann man ja fast alles – von Schlüssel über Geldbeutel, Brillen und Fahrrädern bis zur Kontenance, wobei den Verlust von Letztgenanntem durchaus auch die Polizei auf den Plan rufen kann. Mitte Mai war es allerdings eine Fundsache der etwas anderen Art, die im Bereich der Sportanlagen an der Ettlinger Allee zu einem polizeilichen Einsatz führte. Denn ein in unseren Breitengraden nicht heimisches Kriechtier war seinem Eigentümer wohl – versehentlich oder absichtlich – entwischt und konnte sich aufgrund der zu kühlen Temperaturen nicht mehr so geschmeidig und leise bewegen wie sonst üblich. Da sie somit auch die Flucht nicht mehr antreten konnte, wurde die ca. 1 m lange Königspython von der herbeigerufenen Streifenbesatzung sistiert, vom verständigten Tierrettungsdienst eingefangen und einer entsprechenden Tierauffangstation zugeführt. Der Eigentümer der ungiftigen Würgeschlange ist bis dato unbekannt, das Kriechtier selbst aber wieder warm und sicher untergebracht.

Nächtliche Schussgeräusche aufgeklärt

Von Anfang bis fast Ende des Monats Mai sorgten nächtliche Schussgeräusche aus dem Bereich der Sportanlagen entlang der Ettlinger Allee für Verunsicherung bei der Bevölkerung. Zu vermutende Jagdgeräusche aus dem dahinterliegenden Oberwald konnten zeitnah ausgeschlossen werden, ergaben die Ermittlungen des Polizeipostens Karlsruhe-Rüppurr in Zusammenarbeit mit dem Streifendienst des Polizeireviers Karlsruhe-Südweststadt und der Diensthundeführerstaffel, dass ein Jugendlicher als unrechtmäßiger Inhaber einer Luftdruckpistole (Softairwaffe) für die Knallgeräusche verantwortlich war und den Anwohnern den Schlaf raubte. Seine nicht zu überhörenden Schießübungen mit durch Gaskartuschen angetriebenen Plastikkugeln führten zwar nicht zu Personen- oder Sachschäden, ziehen aber nun neben der Einziehung der Pistole und der Munition eine Ordnungswidrigkeitenanzeige für den Jugendlichen und einen (wieder) ruhigen Schlaf für die Anwohner nach sich.

Mitten aus dem Leben – „Tatort Gartenzaun“

Teil der polizeilichen Arbeit ist neben der Verfolgung von Straftaten und der Präventionsarbeit unter anderem die Schlichtung von Streitigkeiten. Überwiegend nehmen die eingesetzten Polizeibeamten hierbei lediglich eine Vermittlerrolle ein, ohne Anspruch auf endgültige Schlichtung eines teils schon Jahre schwelenden Streites oder Lösung des eigentlichen Problems zu erheben. Dabei liegt der Grund von nachbarschaftlichen Streitigkeiten aus polizeilicher Erfahrung heraus oftmals im (Fehl-)Verhalten von Mitmenschen, in ungeklärt bleibenden Missverständnissen oder wie hier ganz konkret in baulichen bzw. gartengestalterischen Unstimmigkeiten. So war es Anfang Mai ein an einer Grundstücksgrenze wachsender Baum, der die Polizei in Rüppurr auf den Plan rief, da dessen Laubabfall und herabfallendes Geäst mindestens seit 1 ½ Jahrzehnten in Nachbars Garten landet und deshalb bereits genauso lange für Verdruss sorgt. Da eine straf- oder ordnungswidrigkeitenrechtliche Relevanz nicht gegeben war und von dem Baum aktuell keine konkrete Gefahr ausging, blieb für die eingesetzten Beamten hier nur die Möglichkeit, unter Wahrung der gebotenen Neutralität zwischen den jahrzehntelangen Nachbarn zu vermitteln und einzig und alleine den Baum – vorerst – als Gewinner aus der Streitigkeit hervorgehen zu lassen.

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