Nachdem bisher vor allem Privatpersonen das Ziel von Betrügern unterschiedlicher Couleur waren, richtet sich die neueste Betrugsmasche nun gegen Vereine und deren vermeintliche Geschäftspartner. Dabei bestellen unbekannte Täter bei (IT-)Firmen Produkte und weisen der Firma die Zahlung im Rahmen der geforderten „Vorkasse“ durch Übersendung eines Überweisungsträgers nach, auf welchem als Auftraggeber der Zahlung Vereine aus dem Bundesgebiet eingetragen sind. Zum Erhalt der Bankverbindungsdaten bedienen sich die Täter ganz einfach den Ausführungen auf der Vereinshomepage, wo Vereine leichtfertig auf Dokumenten oder im Impressum ihre Bankdaten veröffentlichen. Aus Sicht des Vereins sicherlich nachvollziehbar, werden diese Daten im Internet zur Verfügung gestellt, um Mitgliedern, Freunden und Gönnern unbürokratisch die Möglichkeit zu geben, ihren Verein mit einer Spende zu unterstützen. Im Gegensatz zum drohenden finanziellen Verlust durch die neueste Betrugsmasche allerdings mehr als fahrlässig, ist die Veröffentlichung der Kontodaten nach dem Vereinsrecht über die Homepage keinesfalls vorgeschrieben. Abschließend werden die Überweisungsträger bei der Hausbank des Vereins eingegeben und durch einen dortigen Mitarbeiter anhand der geleisteten Unterschrift hoffentlich als Fälschung erkannt und nicht ausgeführt. Seien Sie als Vereinsverantwortliche und als Vereinskassiere auch in Coronazeiten mit wenigen bis gar keinen Vereinsaktivitäten wachsam und prüfen Sie in regelmäßigen Abständen die Vereinskonten!!