Polizeiposten Rüppurr

Die Internetseite des Polizeipostens Rüppurr

Autor: Martia Earl

Verdächtige Wahrnehmung

Es ist immer hilfreich, wenn Sie uns verdächtige Wahrnehmungen zeitnah mitteilen. So geschehen am Montag, dem 11.03.19 im Heinrich-Heine-Ring. Dem Hinweisgeber fiel ein Mann auf, der offensichtlich über längere Zeit die Umgebung beobachtete. Dies ließ nichts Gutes verheißen und er teilte diesen Sachverhalt der Polizei mit.

Bei der anschließenden Kontrolle durch Beamte des Polizeipostens konnte bei der Anfahrt eine Person mit dem beschriebenen Äußeren in der Nähe festgestellt werden. Als sich die Person dann über die Fußwege zwischen den Häuserblocks entfernte, war das nach dem bisher bekannten, geschilderten Verhalten sogleich verdächtig.

Der Mann konnte eingeholt und kontrolliert werden. Freundlich und bereitwillig gab er Auskunft über sein Verhalten und wunderte sich über die Polizeikontrolle überhaupt nicht. Das sei ihm schon ein paar Mal passiert und der Grund wäre der, dass er mit seiner Katze „Gassi“ gehen würde, ohne Leine. Dem Verhalten der Katze angepasst würde er dann auch hin und wieder für längere Zeit an der ein und derselben Stelle verweilen, und das käme den Anwohnern natürlich verdächtig vor.

Nun, warum er zwischen den Häusern verschwunden wäre, wäre ganz einfach zu erklären. Er müsste dringend nach Hause – auf die Toilette. Anschließend, so der Mann weiter, würde er seine Katze, welche mit einem Chip am Halsband ausgestattet ist, auf seiner App orten und zu ihr zurückkehren (für Interessierte die dazu mehr erfahren möchten, kann dies im Internet mit den Schlagworten „KADZZ“ oder „Petpointer“ eruiert werden). Er führte dies erfolgreich vor und eine Viertelstunde später konnte er erneut im Heinrich-Heine-Ring, jetzt mit seiner Katze, angetroffen werden.

In diesem Fall war der Grund ein harmloser, aber lieber einmal mehr bei der Polizei anrufen als weniger.

WARNUNG VOR EMOTET

Im Moment sorgt dieser Trojaner mit dem Namen „Emotet“ in ganz Deutschland für Aufsehen!

Grundsätzlich gilt, dass man bei Emails mit Dateianhängen oder Links auf andere Webseiten, misstrauisch sein sollte. Und bei Emotet nun ganz besonders, denn dieser Trojaner kann ganze Unternehmen lahm legen, was bereits Schäden in Millionenhöhe verursacht hat.

Der Trojaner verbreitet sich derzeit sehr rasch über gefälschte Mails, die den Anschein erwecken, als würden sie von Freunden, Geschäftspartnern, dem Rechtsanwalt oder sogar vom Chef selbst kommen. Dass es sich um eine falsche Mail handelt, ist nicht leicht zu erkennen, da der Absender eben ein Bekannter ist. Auch der Text ist in fehlerfreiemDeutsch verfasst, so dass der Inhalt glaubhaft erscheint.

Wird nun die E-Mail geöffnet und das geforderte Ausführen von Makros ermöglicht, werden hier nicht die eigentlichen Befehlsketten ausgeführt sondern es wird Schadsoftware installiert. Daher sollte vor allem der Windows-Computer auf einem aktuellenSicherheitsstand sein. Überprüfen Sie, ob alle aktuellen Sicherheitspatches installiert sind und kontrollieren Sie die Windows-Update-Funktion.

 Für Firmen ist es ratsam, die Mitarbeiter zu informieren und anzuweisen entsprechende Vorsicht walten zu lassen. Emotet arbeitet mit Office-Dokumenten, d. h. bei den angehängten Dateien handelt es sich um .doc-Formate, die angeblich eine Rechnung o. ä. enthalten sollen.Beim Empfang einer solchen „Rechnung“ wäre es einfach, vor Öffnen des Anhanges einfach bei dem Absender persönlich nachzufragen.

Unternehmen können sich gerne genauer hierzu informieren bei der zentralen Ansprechstelle für Cybercrime der Polizei, unter www.polizei.de.

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