Berichte und Informationen

Autor: Michael Meier (Seite 1 von 6)

Eine Ära geht zu Ende

Mit Ablauf des Monats April setzte sich der Generationenwechsel beim Polizeiposten Rüppurr fort, denn mit Polizeihauptmeister Rainer Straub verabschiedeten wir einen langgedienten Beamten aus dem Team des hiesigen Postens in den wohlverdienten Ruhestand. Seit 01.10.1997 war Rainer Straub hier in der Rastatter Straße tätig und kümmerte sich hauptverantwortlich um den Bereich der häuslichen Gewalt. Glücklicherweise geht sein Erfahrungsschatz mit dem Wissen über die polizeilichen und menschlichen Belange der Bürger aus 24 Dienstjahren in unserem schönen Karlsruher Stadtteil Rüppurr nicht gänzlich verloren, fand bereits ein Wissenstransfer an jüngere Beamte statt und ist unser Ruheständler nicht aus der Welt, sodass der Kontakt wie zu all unseren Pensionären weiterhin bestehen bleiben wird.
Nun wünschen wir Rainer Straub einen guten Start in seinen neuen Lebensabschnitt mit viel Glück und Gesundheit und dass er seine neuen Aufgaben genauso meisterlich bewältigt, wie er es hier beim Polizeiposten Rüppurr getan hat.

Familienrettung hoch zwei

Ende April hatte sich eine Graugansfamilie zu einem Spaziergang über die Südtangente entschieden – so weit so gut ist zum Glück alles gut gegangen. Doch dann machte es sich die Familie bestehend aus Papa-Gans, Mama-Gans und den Sprösslingen auf dem Grünstreifen der Ausfahrt 2 gemütlich. Aus Sorge, dass gerade die Kinder in einem Anflug von Spieleifer wieder auf die Fahrbahn der Südtangente treten, wurde die Feuerwehr hinzugerufen und mit vereinten Kräften wurde die Gänsefamilie über die Ein- und Ausfahrt der Südtangente in den nahegelegenen Oberwald gelotst, sodass es weder zu einer Gefährdung des Straßenverkehrs noch der Gänsefamilie kam.
Mitte Mai war es sodann eine Entenfamilie mit sage und schreibe 10 Küken, die die zweispurige Herrenalber Straße für einen Sonntagsspaziergang nutzte. Die unverzügliche Fahndung der eingesetzten Streife führte zunächst nicht zum Erfolg. Letztlich konnte die Familie in der Rastatter Straße watschelnd angetroffen und in sichere Gefilde der nahegelegenen Alb begleitet werden.

„Smishing“ – Schindluderei per SMS

Aktuell wird eine Vielzahl von SMS-Nachrichten verschickt, mit der die Geschädigten meist auf eine Paketsendungsverfolgung hingewiesen werden. Sie werden aufgefordert, dem Link in der SMS-Nachricht zu folgen.

Bei IOS-Geräten gelangen die Geschädigten nach Klick auf den Link auf eine Phishing-Webseite, auf der sie Anmeldedaten eingeben sollen.

Bei Android-Geräten wird durch Anklicken des Links entweder eine Webseite geöffnet, auf der die Geschädigten aufgefordert werden eine App herunterzuladen oder der Download beginnt automatisch. Bei dieser vermeintlichen App handelt es sich in Wirklichkeit um Schadsoftware, wird diese folgend installiert, erhält die Schadsoftware Zugriff auf das Smartphone. Diese lässt sich nicht mehr deinstallieren und versendet weitere SMS-Nachrichten vom Handy der Geschädigten an unbekannte Rufnummern und verbreitet sich dadurch weiter.

Bei beiden Varianten wird davon ausgegangen, dass diese darauf abzielen, Daten im Zusammenhang mit Onlinebanking auszuspähen.

Sollten Sie also SMS mit Hinweis auf eine Paketverfolgung oder bei einer eventuellen Änderung der Tatbegehungsweise auch mit anderem Zweck erhalten, klicken Sie die Links nicht an, auch wenn sie zufällig tatsächlich eine Bestellung getätigt haben und auf eine Lieferung warten. Sie haben auch ohne Öffnen der SMS die Möglichkeit, die SMS zu löschen und die Ihnen sicherlich unbekannte Rufnummer für weitere Kontaktaufnahmen zu sperren.

Heiße Hühnerschenkel führten zu Feuerwehreinsatz

Zu einem Brand in einer Küche kam es Ende April in der Graf-Eberstein-Straße, als sich eine dortige Bewohnerin das Abendessen zubereiten wollte. Dabei nutzte sie heißes Fett, um Hühnerschenkel zu frittieren, erhitzte den Inhalt des Topfes jedoch so stark, dass sich das Fett entzündete und einen Fettbrand auslöste. Trotz, dass die Bewohnerin instinktiv richtig reagierte und auf ein Löschen des Brandes mit Wasser verzichtete, sondern gleich die Feuerwehr rief, zog sie sich leichte Verbrennungen der Arme und des Dekolletés zu und musste zur medizinischen Versorgung ins nahegelegene Diakonissenkrankenhaus eingeliefert werden. Glimpflich ausgegangen, soll der entstandene Sachschaden in Höhe von geschätzt 500 € letztlich Nebensache sein.

Temporäre Unterstützung beim Pp Rüppurr

Seit dem 01.04.2021 absolviert der Polizeikommissaranwärter Max Turek sein Grundpraktikum beim Polizeiposten Karlsruhe-Rüppurr. Nach erfolgreicher Vorausbildung beim IBA Lahr wird er für acht Wochen seine ersten polizeilichen Eindrücke im Bereich des Postendienstes sammeln.

Max Turek

Unser neuer Kollege kommt aus dem Landkreis Rastatt, war nach seinem ersten Studium zum Bachelor of science – Sportwissenschaften zunächst selbständig und ist nun seit Juli 2020 in der Ausbildung zum Polizeikommissar.

Seine nächsten Erfahrungen wird er von Juni bis September beim Streifendienst des Polizeireviers Karlsruhe-Südweststadt und bei der Kriminalpolizei sammeln. Ab dem 01.10.21 geht´s dann nach Villingen-Schwenningen, um das duale Studium anzutreten.

Zuwachs beim Polizeiposten Rüppurr

Nach pensionsbedingten Abgängen im Frühjahr 2020 erfreut sich der hiesige Polizeiposten nun zweier Neuzugänge, welche bereits seit Anfang März diesen Jahres ihren Dienst in Rüppurr leisten:

Polizeihauptmeisterin Sabrina Schindele und Polizeihauptmeister Daniel Oeffner
Polizeihauptmeisterin Sabrina Schindele und Polizeihauptmeister Daniel Oeffner

Polizeihauptmeisterin Sabrina Schindele und Polizeihauptmeister Daniel Oeffner wechselten zum 01.03.2021 vom Streifendienst des außerhalb der Öffnungszeit des Postens für Rüppurr zuständigen Polizeireviers in die Rastatter Straße 1 und werden neben der allgemeinen Ermittlungsarbeit verantwortlich die Bereiche „Häusliche Gewalt“ und „Jugendsachbearbeitung“ betreuen. Beide sammelten bereits an verschiedenen Stationen polizeiliche Erfahrung, kennen sich durch ihre mehrjährige Tätigkeit in der Karlsruher Südweststadt im Postenbereich aus und tragen darüber hinaus mit Ihren 30 bzw. 34 Jahren zu einer deutlichen Verjüngung des Rüppurrer Polizeiteams bei.

Wir heißen Sabrina Schindele und Daniel Oeffner bei uns in Rüppurr herzlich willkommen und wünschen beiden einen guten Start an ihrer neuen Wirkungsstätte.

Wieder neue Betrugsmasche im Bereich Cybercrime

Auch wenn hier immer wieder das Thema „Betrug“ aufgegriffen werden muss, berichten wir Ihnen aus aktuellem Anlass über eine brandneue Betrugsmasche. Hierbei veranlassen die Täter über das Internet die Versendung eines WhatsApp-Sicherheits-PINs per SMS auf die Mobiltelefone der Geschädigten. Anschließend

  • schreiben die Unbekannten den Inhaber dieses Mobiltelefons via WhatsApp an,
  • geben sich dabei als Bekannter oder Freund aus,
  • machen Ihr Opfer glauben, dass es sich um eine Fehlleitung des WhatsApp-Sicherheits-PIN handelte und
  • bitten um die Zusendung dieses PINs.

Dass es sich hierbei um den Verifizierungs-PIN des WhatsApp-Accounts des Opfers handelt und das Opfer dem Täter mit einer unbedarften Zusendung des PINs die Möglichkeit bietet, Einfluss auf den WhatsApp-Account zu nehmen, verschweigen die Täter selbstverständlich.

Doch was soll das alles – was hat der Täter davon?

Nun ja, es ist zu vermuten, dass der Täter durch die sodann unbefugte Nutzung des WhatsApp-Accounts des Opfers bei Anschlussstraftaten wie Betrügereien seine wahre Identität verschleiern möchte. Denn der Tatverdacht wird auf den eigentlichen Inhaber des gekaperten WhatsApp-Accounts gelenkt, ergeben polizeiliche Ermittlungen zur zugehörigen Handynummer eben das Opfer als Anschlussinhaber.

Sollten Sie selbst also keine Änderungen in WhatsApp vorgenommen oder zum Beispiel ihr Mobiltelefon gewechselt haben, was jeweils die Zusendung und Eingabe eines Sicherheits-PIN begründen könnte, seien Sie misstrauisch. Bedenken Sie, dass die Zusendung eines Sicherheits-PINs niemals auf ein „fremdes“ Handy erfolgt oder fehlgeleitet werden kann, sodass Sie eine erhaltene PIN niemals an einen (vermeintlichen) Bekannten oder Freund weiterleiten sollten.

Auch bei dieser Betrugsmasche deshalb ein weiteres Mal die Bitte an Sie, beim Umgang mit den neuen Medien generell auf Ihr Bauchgefühl zu hören. Fragen Sie bei einem verräterischen Kribbeln in der Magengegend lieber einmal mehr als einmal zu wenig einen erfahrenen Verwandten, Bekannten oder auch gerne die Beamten Ihres Polizeipostens Rüppurr, bevor das „Kind“ durch eine unüberlegte Handlung „in den Brunnen gefallen ist“.

Polizeiliche Gefahrenabwehr in verschiedensten Lebenslagen

Nachdem es in diesem Jahr endlich mal wieder einen annähernd “richtigen“ Winter mit Schnee und kalten Temperaturen gab, hatten Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste auch mit entsprechenden Begleiterscheinungen zu kämpfen. Denn durch die dauerhaft niedrigen Temperaturen bis in den zweistelligen Minusbereich waren die stehenden Gewässer in der Umgebung zugefroren und luden auf den ersten Blick zum Eislauf in der freien Natur ein. Ein unkalkulierbar gefährliches Unterfangen, das im Weiherwald zunächst dazu geführt hatte, dass zwei Schlittschuhläufer eingebrochen waren. In Kenntnis dieses Unglücks hatten sich Mitte Februar trotzdem insgesamt 15 Eisläufer auf den zugefrorenen Gewässern des Weiherwaldes eingefunden und mussten zur Abwehr von Gefahren für ihre Gesundheit von den nicht ausreichend tragfähigen Eisflächen verwiesen werden. Mit den warmen Temperaturen in den Folgetagen hat sich die stets in den Wintermonaten präsente Gefahr dann glücklicherweise aufgelöst.
Ebenfalls Mitte Februar hatte sich ein 46-jähriger Mann in der Diakonissenstraße selbst in Gefahr gebracht, nachdem er zuvor sehr stark dem Alkohol zugesprochen hatte. Dabei führten die erreichten knapp 4 Promille dazu, dass er seinen Nachhauseweg nicht mehr alleine fortsetzen konnte, die Gefahr einer Unterkühlung bei Minustemperaturen sehr präsent war und er keinem Angehörigen in Obhut gegeben werden konnte, um eventuelle Gefahren durch alkoholbedingte Begleiterscheinungen von dem Betrunkenen abzuwehren. Somit waren die eingesetzten Beamten gezwungen, die Person in Gewahrsam zu nehmen und den spartanisch eingerichteten, dafür aber überwachten „Zimmern“ des Polizeigewahrsams zuzuführen, wo der Mann nach ein paar Stunden Schlaf den Hauptteil seines Rausches hinter sich gebracht hatte und seinen Weg fortsetzen konnte.
Einige Tage später waren es mehrere Kinder, die sich ausgerechnet die viergleisige Bahnstrecke zwischen Bahnübergang „Brunnenstückweg“ und Kleingartenanlage „Forstlach“ zum Spielen ausgesucht hatten. Bei Erblicken der Kinder auf dem Gleiskörper war der Führer eines Güterzuges gezwungen, eine Gefahrenbremsung durchzuführen, was in Anbetracht des Gewichtes eines derartigen Güterzuges eines entsprechenden Bremsweges bedurfte und zu einer Einstellung des Zugverkehrs auf dem betroffenen Streckenabschnitt führte. Glücklicherweise wurde aufgrund des schnellen Handelns des Zugführers keines der Kinder von dem Güterzug erfasst. Sicherlich wird der Vorfall für die Kinder nicht folgenlos bleiben und soll als gerade nochmal gut gegangenes Negativbeispiel dafür dienen, dass Kinder und deren Eltern die „Spielplätze“ sorgfältiger auswählen und sich stets von den Bahnanlagen fernhalten.
Passen Sie auf sich auf!!

Mitten aus dem Leben – Besorgter Radfahrer verlor Salatgurke

Mitte Februar meldete sich ein Radfahrer beim Polizeirevier Südweststadt, der auf seinem nach Hause Weg eine im Fahrradkorb verstaute Salatgurke verloren hatte und sich nun darum sorgte, dass das auf dem Gehsteig im Schnee versteckte Kürbisgewächs einen anderen Radfahrer oder einen Fußgänger zu Fall bringen könnte. Nicht ganz unbegründet diese Sorge, wenn auch ein sehr unwahrscheinliches Szenario, nahm sich der Streifendienst bei der allgemeinen Streifentätigkeit im Rahmen der Bürgernähe auch diesem „Fall“ an, konnte die gesuchte Gurke allerdings nicht mehr auffinden. Ein außergewöhnlicher aber aus dem Alltag eines Polizeibeamten herausgegriffener Sachverhalt, der den Beruf so abwechslungsreich macht…

Fahrradunfall dank Helm gerade nochmal gut gegangen

Ende Januar war eine 37-jährige Radfahrerin mit Ihrem E-Bike im Bereich der Straßenbahnhaltestelle „Am Rüppurrer Schloß“ unterwegs und beabsichtigte, vom Gehweg aus in den fließenden Verkehr einzufahren. Hierbei übersah Sie einen in Richtung Süden fahrenden PKW, welcher die Pedelec-Fahrerin erfasste, sodass diese zu Fall kam. Glücklicherweise erlitt die Radfahrerin bei dem Sturz nur leichte Prellungen am Bein und am Arm, die bald wieder geheilt sein werden. Doch auch bei diesem Unfall zeigte sich wieder einmal, dass der getragene und mittlerweile in sehr schicken und stylischen Ausführungen erhältliche Fahrradhelm mit Sicherheit Schlimmeres verhindert hat.

Kalkulieren Sie deshalb bei Ihrer Ausstattung nicht nur das eigene Fahrvermögen, sondern auch äußere Einflüsse und das Fehlverhalten anderer mit ein und fügen Sie dieses Utensil in Anbetracht der heutigen Verkehrsdichte und der Geschwindigkeiten, die nicht nur ein E-Bike, sondern auch „normale“ Fahrräder erreichen können, zu Ihrer Ausrüstung hinzu.

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