Die Internetseite des Polizeipostens Rüppurr

Autor: Michael Meier (Seite 1 von 2)

Mitten aus dem Leben – „Tatort Gartenzaun“

Teil der polizeilichen Arbeit ist neben der Verfolgung von Straftaten und der Präventionsarbeit unter anderem die Schlichtung von Streitigkeiten. Überwiegend nehmen die eingesetzten Polizeibeamten hierbei lediglich eine Vermittlerrolle ein, ohne Anspruch auf endgültige Schlichtung eines teils schon Jahre schwelenden Streites oder Lösung des eigentlichen Problems zu erheben. Dabei liegt der Grund von nachbarschaftlichen Streitigkeiten aus polizeilicher Erfahrung heraus oftmals im (Fehl-)Verhalten von Mitmenschen, in ungeklärt bleibenden Missverständnissen oder wie hier ganz konkret in baulichen bzw. gartengestalterischen Unstimmigkeiten. So war es Anfang Mai ein an einer Grundstücksgrenze wachsender Baum, der die Polizei in Rüppurr auf den Plan rief, da dessen Laubabfall und herabfallendes Geäst mindestens seit 1 ½ Jahrzehnten in Nachbars Garten landet und deshalb bereits genauso lange für Verdruss sorgt. Da eine straf- oder ordnungswidrigkeitenrechtliche Relevanz nicht gegeben war und von dem Baum aktuell keine konkrete Gefahr ausging, blieb für die eingesetzten Beamten hier nur die Möglichkeit, unter Wahrung der gebotenen Neutralität zwischen den jahrzehntelangen Nachbarn zu vermitteln und einzig und alleine den Baum – vorerst – als Gewinner aus der Streitigkeit hervorgehen zu lassen.

Temporäre Unterstützung beim Pp Rüppurr

Seit dem 27.04.20 absolviert der Polizeikommissaranwärter Maximilian Franke sein Grundpraktikum beim Polizeiposten Karlsruhe-Rüppurr. Nach erfolgreicher Vorausbildung beim IBA Bruchsal wird er nun die nächsten 4 Wochen seine ersten Erfahrungen im Ermittlungsdienst sammeln.

Polizeikommissaranwärter Maximilian Franke
Polizeikommissaranwärter Maximilian Franke

Ursprünglich kommt unser junger Kollege aus Thüringen, ging im November 2016 für 2 Jahre zur Bundeswehr und kam 2019 nach Karlsruhe, um hier seine Ausbildung zum Polizisten zu beginnen.

Seine nächsten Erfahrungen wird er im Streifendienst des Polizeireviers Karlsruhe-Südweststadt und beim kriminaltechnischen Dauerdienst Karlsruhe sammeln. Ab dem 01.10.20 geht’s dann nach Villingen-Schwenningen, um das duale Studium anzutreten.

Mitten aus dem Leben – Gefährlicher Spielplatz

Die Corona-Pandemie führt bis heute zu einer Vielzahl von Maßnahmen zum Schutz von uns allen. Unter anderem auch zur Sperrung der öffentlichen Spielplätze und Freizeitstätten. Ende April hatte dies zur Folge, dass sich zwei Kinder einen neuen Spielplatz unter der Weiherfeldbrücke suchten. Soweit zunächst unproblematisch und aus Sicht der Kinder auch nachvollziehbar, führten durch ihren ausgesuchten „Spielplatz“ jedoch die Gleise der Deutschen Bahn, die zu dem Zeitpunkt glücklicherweise nicht von dem hier üblichen Güterverkehr frequentiert waren. Über die Gefährlichkeit ihres Spiels bedarf es keiner weiteren Ausführungen, geht der Appell aber sowohl an die Kinder, als auch an die Eltern, neue Spielgründe in Corona-Zeiten sorgfältigst und mit Bedacht auszuwählen.

Mitten aus dem Leben – Käfer auf der Weiherfeldbrücke

Einen „außergewöhnlich großen Käfer“ hatte ein besorgter Mitbürger Mitte April auf der Weiherfeldbrücke gesichtet und den Notruf verständigt. Ungewöhnliche Meldung, doch auch diesem Problem nahm sich Ihre Polizei an, äußerte der Anrufer, dass von dem Käfer aufgrund dessen Aussehen, Größe und Beschaffenheit möglicherweise Giftstoffe abgesondert würden. Bei einer Überprüfung stellte sich das sechsbeinige Getier glücklicherweise nur als saisonal auftretender Maikäfer heraus, der in der heutigen Zeit sehr selten und vielen vielleicht auch unbekannt geworden ist, jedoch schlussendlich weiter seines Weges gehen durfte.

Betrügereien aller Couleur – vorbildlich misstrauisches Verhalten unserer Mitbürger

Enkeltrick, falscher Polizeibeamte, vermeintliche Amtsperson, verdächtige E-Mails mit verdächtigen und oft virenbesetzten Anhängen, etc. – der Phantasie der Betrügereien sind mittlerweile keine Grenzen mehr gesetzt und haben stets eines gemeinsam: Der stetige Versuch ein bereits vorhandenes oder durch geschicktes Zureden erworbenes Vertrauensverhältnis zu nutzen, um auf rechtswidrige Weise einen Vermögensvorteil zu erlangen und unsere Mitbürger um ihr Erspartes zu bringen.

Doch nicht mit den Rüppurrer Bürgern!!! Aufgrund des vorbildlich misstrauischen Verhaltens unserer Mitbürger, die eben nicht auf die Maschen der Betrüger hineinfallen, konnten wir bisher sehr erfolgreich und können wir sicher auch in Zukunft solchen Betrügereien einen Riegel vorschieben. Deshalb seien Sie weiterhin achtsam, wenn Sie oder ein Mitbürger in Ihrem persönlichen Umfeld ein Telefonanruf oder eine E-Mail erreicht, welche darauf ausgerichtet ist, Ihr Vertrauen oder das Ihrer Mitmenschen zu erschleichen. Sprechen Sie darüber, entweder mit Bekannten oder gerne mit uns – auch und vor allem in Zeiten des Corona-Virus, der von findigen Tätern ebenfalls als Grundlage für Betrügereien ausgenutzt wird. Wir sind für sie da – Ihr Team vom Polizeiposten Rüppurr.

Betrüger machen selbst vor gemeinnützigen Vereinen nicht halt

Ehrenamtliche Tätigkeit in unseren örtlichen Vereinen in all ihrer Vielfalt ist heute mehr denn je ein wichtiger und wertvoller Bestandteil unseres gesellschaftlichen Lebens. Umso erschreckender ist es, dass Betrüger nun auch vor den ehrenamtlich tätigen Verantwortlichen unserer Vereine nicht mehr haltmachen, um an das oftmals mühsam beim letzten „Feschdle“ erwirtschaftete Geld eines Vereins heran zu kommen.

Wie bereits in den vergangenen Ausgaben über Anrufe von vermeintlichen Enkeln, Nichten und auch Polizeibeamten mit zunächst vertrauenserweckend und seriös erscheinenden Anfragen zu Leihgaben etc. berichtet, sollten auch Vereinsverantwortliche, die mit dem Vermögen des Vereins betraut sind, stets wachsam sein, wenn es um Vermögensverfügungen geht. Denn Betrüger besorgen sich Infos über den Verein und seine Führung über die Vereinshomepage aus dem Internet und machen sich sodann das teilweise fast schon blinde Vertrauensverhältnis zwischen 1. Vorsitzenden und Kassier zu Nutze, um Letzteren zu Überweisungen „im Sinne des Vereins“ aufzufordern. Beim sogenannten „CEO-Fraud“, der bislang in erster Linie Unternehmen betraf und nun auch bei Vereinen angewandt wird, gilt wie bei den Anfragen von angeblich nahen Verwandten und Polizeibeamten, dass im Zweifel das direkt gesprochene Wort mehr Wert ist, als ein zweifelhafter Telefonanruf, bevor eine SEPA-Überweisung unwiederbringlich durchgeführt wird oder Geld und Wertsachen übergeben werden.

Für Rückfragen steht Ihnen das Polizeipräsidium Karlsruhe – Referat Prävention unter Tel. 0721 666-1201 oder Mail: karlsruhe.pp.praevention@polizei.bwl.de und natürlich auch die Beamten ihres Polizeipostens, die in ihrer Freizeit teilweise selbst in verantwortlichen Vereinspositionen tätig sind, gerne zur Verfügung.

Vandalismus, versuchter Diebstahl oder falsch verstandene Tierliebe?!

Bereits zum wiederholten Male wurde der Tierpark Oberwald durch unbekannte Täter angegangen. Diesmal hat es die Nachtkäuze erwischt, deren Voliere Ende Januar / Anfang Februar aufgeschnitten wurde. Der Hintergrund dieser Tat ist gänzlich unbekannt und darüber hinaus auch überaus unsinnig, zeigten die Tiere keinerlei Interesse an der naheliegenden Freiheit und blieben auf „ihrem Stängele“ einfach sitzen, bis ein Tierpfleger den Schaden entdeckte. Denn was viele nicht wissen ist, dass die dortigen Tiere keinesfalls zu Zwecken der Zurschaustellung eingefangen und in ihre Voliere eingesperrt wurden, sondern dem Zoo Karlsruhe von Tierauffangstationen übergeben wurden, da sie aufgrund Alter, Gebrechlichkeit oder Verletzung nicht mehr in der Lage wären, in freier Wildbahn zu überleben. Einen „sicheren Altersruhesitz mit Rundumversorgung“ könnte man den Tierpark Oberwald also nennen, führt eine Beschädigung der dortigen Gehege und Volieren nicht zur Befreiung vermeintlich eingesperrter Tiere, sondern einzig und alleine zu einer Gefährdung der dortigen „Senioren“ durch die beschädigte Stelle eindringender (Raub-)Tiere.

Der entstandene Sachschaden wird auf für den Tierpark empfindliche 700 € geschätzt. Hinweise zum „Tierliebhaber“ vorrangig mit dem Ziel, diesen über die Unsinnigkeit seines Tuns aufzuklären, nimmt der Polizeiposten Rüppurr unter Tel. 0721 890408 zum Schutz der Tiere im allen Bürgern zur Verfügung stehenden Naherholungsgebiet „Tierpark Oberwald“ gerne entgegen.

Kleine Hautschuppen ganz groß

Bereits Anfang Oktober des letzten Jahres kam es in der Kleingartenanlage „Weiherfeld“ zu einem Einbruch in eine Gartenhütte. Hinweise und Beobachtungen von Mitbürgern waren dabei zunächst Mangelware, sodass die Ermittlungen über die verschiedenen Spuren führen mussten, die jeder Mensch unbemerkt überall hinterlässt. Fingerspuren waren nicht vorhanden, doch konnten am vor Ort aufgefundenen Schraubendreher kleinste Hautschuppen festgestellt werden, die beim Gebrauch des Tatwerkzeuges an diesem anhaften. In einem umfangreichen Analyseverfahren konnte die in den Hautschuppen vorhandene DNA vervielfältigt und nun einem bereits einschlägig polizeilich bekannten Täter zweifelsfrei zugeordnet werden.

Auch wenn es den meisten Tätern nicht bewusst ist, verliert der Körper jedes Menschen trotz „Anti-Schuppen-Shampoo“ und ähnlichen Körperpflege-Präparaten ständig kleine Mengen an DNA-haltigem Material, das in einer immer größer werdenden Anzahl von Fällen am Tatort aufgefunden werden kann und immer öfter zur Ermittlung des unbekannten Täters führt.

Langfinger im Jahr 2020 angekommen

Auch wenn die polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) einen abnehmenden Trend in Sachen Einbruchsdiebstähle verzeichnet, waren im noch jungen Jahr 2020 im Dienstbezirk des Polizeipostens Rüppurr bereits „den Hausfrieden brechende Langfinger“ unterwegs:

Nach einem Wohnungseinbruch in der Wutachstraße Anfang des Jahres ereignete sich zuletzt Mitte Januar ein Einbruch in ein Uhren- und Optikergeschäft am Ostendorfplatz. Während im Geschäft außerhalb der Öffnungszeiten naturgemäß niemand anwesend war, erkannten die Täter in der ersten Januarwoche an der dunklen und unbewohnt wirkenden Privatwohnung, dass diese betreten werden kann, um in Ruhe auf Beutezug zu gehen, ohne der Gefahr ausgesetzt zu sein, einem Berechtigten zu begegnen. Dass genau zu diesem Zeitpunkt der Hauseigentümer nach Hause kam, war sicherlich Zufall und von den Tätern auf keinen Fall gewollt, sodass sie dazu gezwungen waren, mit einem gewagten Sprung über das Terrassengeländer in zwei Meter Tiefe unerkannt zu flüchten.

Die Wohnung beispielsweise durch den Einsatz von digitalen Zeitschaltuhren mit unterschiedlichen Aktivierungszeiten bewohnt wirken zu lassen ist sicherlich kein Allheilmittel gegen ungebetenen Besuch, doch in Verbindung mit einem wachsamen Nachbarn, der bei verdächtigen Wahrnehmungen die „110“ wählt, ist selbst der dreisteste Langfinger verunsichert.

Darüber hinaus sollte es das Ziel jedes Wohnungs- oder Hausbewohners sein, dem Einbrecher seine Arbeit nach Kräften zu erschweren, denn die Aussage „Wer rein kommen will, kommt rein“ ist nur bedingt richtig und kommt fast schon einer Aufgabe des eigenen Wohnraumes und Eigentumes gleich. Dabei sind es gerade geringe (bauliche) Maßnahmen wie abschließbare und tatsächlich auch abgeschlossene Fenstergriffe, Sperrriegel, verriegelte Türen u.a. die selbst mit schmalem Geldbeutel machbar sind, jedoch ein Eindringen in Ihr Heim zumindest verzögern und den Interventionskräften der Polizei Zeit verschaffen, um nach der Meldung vor Ort zu kommen und ihr Hab und Gut zu schützen. Die Kriminalpolizeiliche Beratungsstelle des Polizeipräsidiums Karlsruhe berät Sie in Sachen Einbruchsschutz umfangreich, anschaulich, kompetent und vor allem kostenlos – informieren Sie sich im Internet unter www.k-einbruch.de oder vereinbaren Sie unter 0721 – 666-1234 einen Termin.

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