Die Internetseite des Polizeipostens Rüppurr

Autor: Michael Meier (Seite 2 von 2)

Betrügereien aller Couleur – vorbildlich misstrauisches Verhalten unserer Mitbürger

Enkeltrick, falscher Polizeibeamte, vermeintliche Amtsperson, verdächtige E-Mails mit verdächtigen und oft virenbesetzten Anhängen, etc. – der Phantasie der Betrügereien sind mittlerweile keine Grenzen mehr gesetzt und haben stets eines gemeinsam: Der stetige Versuch ein bereits vorhandenes oder durch geschicktes Zureden erworbenes Vertrauensverhältnis zu nutzen, um auf rechtswidrige Weise einen Vermögensvorteil zu erlangen und unsere Mitbürger um ihr Erspartes zu bringen.

Doch nicht mit den Rüppurrer Bürgern!!! Aufgrund des vorbildlich misstrauischen Verhaltens unserer Mitbürger, die eben nicht auf die Maschen der Betrüger hineinfallen, konnten wir bisher sehr erfolgreich und können wir sicher auch in Zukunft solchen Betrügereien einen Riegel vorschieben. Deshalb seien Sie weiterhin achtsam, wenn Sie oder ein Mitbürger in Ihrem persönlichen Umfeld ein Telefonanruf oder eine E-Mail erreicht, welche darauf ausgerichtet ist, Ihr Vertrauen oder das Ihrer Mitmenschen zu erschleichen. Sprechen Sie darüber, entweder mit Bekannten oder gerne mit uns – auch und vor allem in Zeiten des Corona-Virus, der von findigen Tätern ebenfalls als Grundlage für Betrügereien ausgenutzt wird. Wir sind für sie da – Ihr Team vom Polizeiposten Rüppurr.

Betrüger machen selbst vor gemeinnützigen Vereinen nicht halt

Ehrenamtliche Tätigkeit in unseren örtlichen Vereinen in all ihrer Vielfalt ist heute mehr denn je ein wichtiger und wertvoller Bestandteil unseres gesellschaftlichen Lebens. Umso erschreckender ist es, dass Betrüger nun auch vor den ehrenamtlich tätigen Verantwortlichen unserer Vereine nicht mehr haltmachen, um an das oftmals mühsam beim letzten „Feschdle“ erwirtschaftete Geld eines Vereins heran zu kommen.

Wie bereits in den vergangenen Ausgaben über Anrufe von vermeintlichen Enkeln, Nichten und auch Polizeibeamten mit zunächst vertrauenserweckend und seriös erscheinenden Anfragen zu Leihgaben etc. berichtet, sollten auch Vereinsverantwortliche, die mit dem Vermögen des Vereins betraut sind, stets wachsam sein, wenn es um Vermögensverfügungen geht. Denn Betrüger besorgen sich Infos über den Verein und seine Führung über die Vereinshomepage aus dem Internet und machen sich sodann das teilweise fast schon blinde Vertrauensverhältnis zwischen 1. Vorsitzenden und Kassier zu Nutze, um Letzteren zu Überweisungen „im Sinne des Vereins“ aufzufordern. Beim sogenannten „CEO-Fraud“, der bislang in erster Linie Unternehmen betraf und nun auch bei Vereinen angewandt wird, gilt wie bei den Anfragen von angeblich nahen Verwandten und Polizeibeamten, dass im Zweifel das direkt gesprochene Wort mehr Wert ist, als ein zweifelhafter Telefonanruf, bevor eine SEPA-Überweisung unwiederbringlich durchgeführt wird oder Geld und Wertsachen übergeben werden.

Für Rückfragen steht Ihnen das Polizeipräsidium Karlsruhe – Referat Prävention unter Tel. 0721 666-1201 oder Mail: karlsruhe.pp.praevention@polizei.bwl.de und natürlich auch die Beamten ihres Polizeipostens, die in ihrer Freizeit teilweise selbst in verantwortlichen Vereinspositionen tätig sind, gerne zur Verfügung.

Vandalismus, versuchter Diebstahl oder falsch verstandene Tierliebe?!

Bereits zum wiederholten Male wurde der Tierpark Oberwald durch unbekannte Täter angegangen. Diesmal hat es die Nachtkäuze erwischt, deren Voliere Ende Januar / Anfang Februar aufgeschnitten wurde. Der Hintergrund dieser Tat ist gänzlich unbekannt und darüber hinaus auch überaus unsinnig, zeigten die Tiere keinerlei Interesse an der naheliegenden Freiheit und blieben auf „ihrem Stängele“ einfach sitzen, bis ein Tierpfleger den Schaden entdeckte. Denn was viele nicht wissen ist, dass die dortigen Tiere keinesfalls zu Zwecken der Zurschaustellung eingefangen und in ihre Voliere eingesperrt wurden, sondern dem Zoo Karlsruhe von Tierauffangstationen übergeben wurden, da sie aufgrund Alter, Gebrechlichkeit oder Verletzung nicht mehr in der Lage wären, in freier Wildbahn zu überleben. Einen „sicheren Altersruhesitz mit Rundumversorgung“ könnte man den Tierpark Oberwald also nennen, führt eine Beschädigung der dortigen Gehege und Volieren nicht zur Befreiung vermeintlich eingesperrter Tiere, sondern einzig und alleine zu einer Gefährdung der dortigen „Senioren“ durch die beschädigte Stelle eindringender (Raub-)Tiere.

Der entstandene Sachschaden wird auf für den Tierpark empfindliche 700 € geschätzt. Hinweise zum „Tierliebhaber“ vorrangig mit dem Ziel, diesen über die Unsinnigkeit seines Tuns aufzuklären, nimmt der Polizeiposten Rüppurr unter Tel. 0721 890408 zum Schutz der Tiere im allen Bürgern zur Verfügung stehenden Naherholungsgebiet „Tierpark Oberwald“ gerne entgegen.

Kleine Hautschuppen ganz groß

Bereits Anfang Oktober des letzten Jahres kam es in der Kleingartenanlage „Weiherfeld“ zu einem Einbruch in eine Gartenhütte. Hinweise und Beobachtungen von Mitbürgern waren dabei zunächst Mangelware, sodass die Ermittlungen über die verschiedenen Spuren führen mussten, die jeder Mensch unbemerkt überall hinterlässt. Fingerspuren waren nicht vorhanden, doch konnten am vor Ort aufgefundenen Schraubendreher kleinste Hautschuppen festgestellt werden, die beim Gebrauch des Tatwerkzeuges an diesem anhaften. In einem umfangreichen Analyseverfahren konnte die in den Hautschuppen vorhandene DNA vervielfältigt und nun einem bereits einschlägig polizeilich bekannten Täter zweifelsfrei zugeordnet werden.

Auch wenn es den meisten Tätern nicht bewusst ist, verliert der Körper jedes Menschen trotz „Anti-Schuppen-Shampoo“ und ähnlichen Körperpflege-Präparaten ständig kleine Mengen an DNA-haltigem Material, das in einer immer größer werdenden Anzahl von Fällen am Tatort aufgefunden werden kann und immer öfter zur Ermittlung des unbekannten Täters führt.

Langfinger im Jahr 2020 angekommen

Auch wenn die polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) einen abnehmenden Trend in Sachen Einbruchsdiebstähle verzeichnet, waren im noch jungen Jahr 2020 im Dienstbezirk des Polizeipostens Rüppurr bereits „den Hausfrieden brechende Langfinger“ unterwegs:

Nach einem Wohnungseinbruch in der Wutachstraße Anfang des Jahres ereignete sich zuletzt Mitte Januar ein Einbruch in ein Uhren- und Optikergeschäft am Ostendorfplatz. Während im Geschäft außerhalb der Öffnungszeiten naturgemäß niemand anwesend war, erkannten die Täter in der ersten Januarwoche an der dunklen und unbewohnt wirkenden Privatwohnung, dass diese betreten werden kann, um in Ruhe auf Beutezug zu gehen, ohne der Gefahr ausgesetzt zu sein, einem Berechtigten zu begegnen. Dass genau zu diesem Zeitpunkt der Hauseigentümer nach Hause kam, war sicherlich Zufall und von den Tätern auf keinen Fall gewollt, sodass sie dazu gezwungen waren, mit einem gewagten Sprung über das Terrassengeländer in zwei Meter Tiefe unerkannt zu flüchten.

Die Wohnung beispielsweise durch den Einsatz von digitalen Zeitschaltuhren mit unterschiedlichen Aktivierungszeiten bewohnt wirken zu lassen ist sicherlich kein Allheilmittel gegen ungebetenen Besuch, doch in Verbindung mit einem wachsamen Nachbarn, der bei verdächtigen Wahrnehmungen die „110“ wählt, ist selbst der dreisteste Langfinger verunsichert.

Darüber hinaus sollte es das Ziel jedes Wohnungs- oder Hausbewohners sein, dem Einbrecher seine Arbeit nach Kräften zu erschweren, denn die Aussage „Wer rein kommen will, kommt rein“ ist nur bedingt richtig und kommt fast schon einer Aufgabe des eigenen Wohnraumes und Eigentumes gleich. Dabei sind es gerade geringe (bauliche) Maßnahmen wie abschließbare und tatsächlich auch abgeschlossene Fenstergriffe, Sperrriegel, verriegelte Türen u.a. die selbst mit schmalem Geldbeutel machbar sind, jedoch ein Eindringen in Ihr Heim zumindest verzögern und den Interventionskräften der Polizei Zeit verschaffen, um nach der Meldung vor Ort zu kommen und ihr Hab und Gut zu schützen. Die Kriminalpolizeiliche Beratungsstelle des Polizeipräsidiums Karlsruhe berät Sie in Sachen Einbruchsschutz umfangreich, anschaulich, kompetent und vor allem kostenlos – informieren Sie sich im Internet unter www.k-einbruch.de oder vereinbaren Sie unter 0721 – 666-1234 einen Termin.

Der Polizeiposten Rüppurr wünscht ein gutes neues Jahr und einen allzeit wachsamen Nachbarn

Auch der Polizeiposten Rüppurr möchte es sich nicht nehmen lassen, all unseren Mitbürgerinnen und Mitbürgern ein frohes, gesundes und sicheres Jahr 2020 zu wünschen. Während die ersten beiden Eigenschaften eines glücklichen Jahresverlaufes nur bedingt unserem Einfluss unterliegen, kann jeder etwas für seine und die Sicherheit seines persönlichen Umfeldes beitragen.

Ihre Polizei könnte auch bei hervorragender personeller Ausstattung nicht überall gleichzeitig präsent sein und ist bei ihrer Arbeit auf die Hinweise und das „offene Auge“ eines jeden Einzelnen von Ihnen angewiesen, um Sie und Ihre Mitbürger vor Unheil zu bewahren. Für verdächtige Wahrnehmungen stehen Ihnen auch in 2020 die bekannten Rufnummern Ihres Polizeipostens Rüppurr und des Polizeireviers Karlsruhe-Südweststadt zur Verfügung. Da es bei den Dienststellen aufgrund anderer (Ermittlungs-)Tätigkeiten, Vernehmungen oder Bürgeranfragen zu Verzögerungen kommen kann, wollen wir Ihnen an dieser Stelle den Skrupel nehmen, die „110“ als Notrufnummer der Polizei zu wählen, sollten Sie eine entsprechende Wahrnehmung machen und ein schnelles Eingreifen der Polizei von Nöten sein. Hier erwarten Sie kompetente Beamte, die Ihren Anruf zeitnah entgegennehmen und unverzüglich entsprechende Maßnahmen in die Wege leiten können, ohne an andere Aufgaben gebunden zu sein.

Seien Sie auch in diesem Jahr für Ihre Nachbarn und Mitmenschen ein wachsames Auge auf das man sich verlassen kann, halten Sie steten Kontakt mit Ihrem persönlichen Umfeld und sprechen Sie über etwaige verdächtige Wahrnehmungen, damit auch andere ihre Augen offenhalten und ihre Beobachtungen an Ihre Polizei weitertragen. Mit den besten Wünschen für ein friedvolles Jahr 2020.

Von Falschen und Fälschern – Betrügereien am Telefon

Immer wieder erreichen nicht nur den Polizeiposten Rüppurr, sondern auch alle anderen Dienststellen des Landes Meldungen überwiegend älterer Mitbürger, welche über Anrufe von Enkeln, Verwandten, Polizeibeamten oder Mitarbeitern von renommierten Unternehmen berichten, die sich mit geschickter Gesprächsführung das Vertrauen des Angerufenen erschleichen und diesen zu einer oftmals unüberlegten oder vorschnellen Handlung überreden.

Die Unsicherheit unserer Mitbürger bei solchen Anrufen ist bei den vielen heute bekannten aber auch noch unbekannten Spielarten von Betrügereien absolut verständlich und bei den hier eingehenden Mitteilungen deutlich spür- und auch nachvollziehbar.

Dabei erfolgt die Auswahl des Angerufenen nicht willkürlich, sondern schlicht über den Eintrag im Telefonbuch, vermutet der Anrufer gerade hinter „älteren“ Vornamen auch ältere Personen oder Witwen von oftmals männlichen, jedoch vielleicht schon verstorbenen Inhabern des Telefonanschlusses. 

Natürlich hat der vermeintlich vertrauenswürdige Anrufer nicht in allen Fällen böswillige Absichten, doch lohnt es sich, erstmal keinerlei Zusagen zu machen und einen Vertrauten, Verwandten, Bekannten, Nachbarn oder auch gerne die Beamten Ihrer Polizeidienststelle um Rat zu fragen, bevor Sie sich auf irgendetwas einlassen und das Kind in den Brunnen gefallen ist.

Dabei rät der Polizeiposten Rüppurr von jeglichen Geschäften und Preisgabe von persönlichen Informationen am Telefon dringend ab und möchte Sie dazu ermuntern, gleich zu Beginn derart ungewöhnlicher Anrufe ein sicherlich schwieriges und für Mitbürger aus gutem Haus unhöflich und ablehnend erscheinendes „da frage ich erst mal meinen Sohn / meine Tochter, AUF WIEDERHÖREN“ auszusprechen und das Telefonat zu beenden.

Dies zeigt dem Anrufer Ihre Stärke und wer wirklich nichts Böses im Schilde führt, ruft Sie wieder an, nachdem Sie sich in Ihrem Umfeld über die Seriosität des Anliegens Ihres Anrufers rückversichert haben!

Vertrauen Sie Ihrem Bauchgefühl – der Polizeiposten Rüppurr steht Ihnen im Zweifel unter Tel.: 0721 / 89 04 08 gerne mit Rat und Tat zur Seite.

iPad flieht über die Rheinbrücke

Nach einem unfreiwilligen Besitzerwechsel eines iPad – einem Bildschirm mit computer- und handyähnlichen Fähigkeiten – nahm der Polizeiposten Rüppurr Mitte Oktober unmittelbar nach der Tat die Fährte des entwendeten Telekommunikationsgerätes und damit auch des zunächst unbekannten Täters auf. Dabei war nicht der Streifenwagen das Mittel der Verfolgung, sondern das Internet, über welches sich der Standort des iPad mit geringen zeitlichen Verzögerungen und kleinen räumlichen Ungenauigkeiten nachvollziehen ließ.

Nachdem das iPad über einen längeren Zeitraum zunächst im Bereich des Tatortes verharrte, dort durch die Beamten bei einer intensiven Absuche aber nicht aufgefunden werden konnte, setzte sich der kleine grüne Ortungspunkt auf dem Computerbildschirm beim Pp Rüppurr urplötzlich in Bewegung. Die Flucht des iPad führte sodann über die Ettlinger Allee auf die Südtangente in FR Pfalz, teilte dort das tägliche Leid der Berufspendler und verlangsamte seine Bewegung vor der Rheinbrücke staubedingt, um auf der Rheinbrücke wieder an Fahrt aufzunehmen.

Bei der mehrere Stunden andauernden, krimireifen „Verfolgungsjagd“ über die B 10 und B 9 sowie einem kurzen Zwischenstopp in einer Pfälzer Kleinstadt fand das iPad letztlich sein Ziel in einem kleinen pfälzischen Dorf und einer sodann feststehenden Adresse. In diesem speziellen Fall mögliche, ergänzende Ermittlungen zu der Adresse und daraus bekannt gewordenen Informationen über den Täter führten dazu, dass das iPad nach polizeilichen Maßnahmen in Kooperation mit Polizeibeamten aus Rheinland-Pfalz sichergestellt, der Täter Dingfest gemacht werden und der ermittelnde Beamte zu später Stunde mit etwas Verzug seinen geplanten Theaterbesuch doch noch antreten konnte. Die rechtmäßige Eigentümerin wieder im Besitz ihres geschäftlich so dringend benötigten iPad zu sehen war die leichte Verspätung allemal wert…

Ein neues Gesicht beim Polizeiposten Karlsruhe-Rüppurr stellt sich vor

Michael Meier
Michael Meier

Seit dem 01.09.2019 bin ich, Michael Meier, Teil des Polizeipostens Karlsruhe-Rüppurr. Nachdem ich meinen Dienst in den vergangenen 14 Jahren unter anderem als (stellvertretender) Dienstgruppenleiter beim Streifendienst des Polizeireviers Ettlingen verrichtete und ab 2018 Ermittlungserfahrung beim Polizeiposten Malsch sammeln durfte, führte mich mein dienstlicher Werdegang nun den kurzen Weg von Ettlingen über die Autobahngrenze  hinweg zum hiesigen Polizeiposten. Zu meinen Hobbies gehören neben meinen beiden Kindern im Alter von 2 und 4 Jahren der Breitensport und das aktive Musizieren bei einer Musikkapelle im schönen Murgtal, wo ich auch wohne.

Auf mein neues Tätigkeitsfeld freue ich mich bereits sehr, darüber hinaus liegt mir die Sicherheit der Bewohner in meinem neuen Wirkungsbereich sehr am Herzen. Zu deren Erhalt wünsche ich mir eine auf  Vertrauen und gegenseitigen Verständnis basierende  Zusammenarbeit mit den Einwohnern unserer Karlsruher Stadtteile und habe dabei stets ein offenes Ohr für die Belange unserer Mitbürger.

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