Berichte und Informationen

Kategorie: Allgemein (Seite 1 von 18)

Zuwachs beim Polizeiposten Rüppurr

Nach pensionsbedingten Abgängen im Frühjahr 2020 erfreut sich der hiesige Polizeiposten nun zweier Neuzugänge, welche bereits seit Anfang März diesen Jahres ihren Dienst in Rüppurr leisten:

Polizeihauptmeisterin Sabrina Schindele und Polizeihauptmeister Daniel Oeffner
Polizeihauptmeisterin Sabrina Schindele und Polizeihauptmeister Daniel Oeffner

Polizeihauptmeisterin Sabrina Schindele und Polizeihauptmeister Daniel Oeffner wechselten zum 01.03.2021 vom Streifendienst des außerhalb der Öffnungszeit des Postens für Rüppurr zuständigen Polizeireviers in die Rastatter Straße 1 und werden neben der allgemeinen Ermittlungsarbeit verantwortlich die Bereiche „Häusliche Gewalt“ und „Jugendsachbearbeitung“ betreuen. Beide sammelten bereits an verschiedenen Stationen polizeiliche Erfahrung, kennen sich durch ihre mehrjährige Tätigkeit in der Karlsruher Südweststadt im Postenbereich aus und tragen darüber hinaus mit Ihren 30 bzw. 34 Jahren zu einer deutlichen Verjüngung des Rüppurrer Polizeiteams bei.

Wir heißen Sabrina Schindele und Daniel Oeffner bei uns in Rüppurr herzlich willkommen und wünschen beiden einen guten Start an ihrer neuen Wirkungsstätte.

Wieder neue Betrugsmasche im Bereich Cybercrime

Auch wenn hier immer wieder das Thema „Betrug“ aufgegriffen werden muss, berichten wir Ihnen aus aktuellem Anlass über eine brandneue Betrugsmasche. Hierbei veranlassen die Täter über das Internet die Versendung eines WhatsApp-Sicherheits-PINs per SMS auf die Mobiltelefone der Geschädigten. Anschließend

  • schreiben die Unbekannten den Inhaber dieses Mobiltelefons via WhatsApp an,
  • geben sich dabei als Bekannter oder Freund aus,
  • machen Ihr Opfer glauben, dass es sich um eine Fehlleitung des WhatsApp-Sicherheits-PIN handelte und
  • bitten um die Zusendung dieses PINs.

Dass es sich hierbei um den Verifizierungs-PIN des WhatsApp-Accounts des Opfers handelt und das Opfer dem Täter mit einer unbedarften Zusendung des PINs die Möglichkeit bietet, Einfluss auf den WhatsApp-Account zu nehmen, verschweigen die Täter selbstverständlich.

Doch was soll das alles – was hat der Täter davon?

Nun ja, es ist zu vermuten, dass der Täter durch die sodann unbefugte Nutzung des WhatsApp-Accounts des Opfers bei Anschlussstraftaten wie Betrügereien seine wahre Identität verschleiern möchte. Denn der Tatverdacht wird auf den eigentlichen Inhaber des gekaperten WhatsApp-Accounts gelenkt, ergeben polizeiliche Ermittlungen zur zugehörigen Handynummer eben das Opfer als Anschlussinhaber.

Sollten Sie selbst also keine Änderungen in WhatsApp vorgenommen oder zum Beispiel ihr Mobiltelefon gewechselt haben, was jeweils die Zusendung und Eingabe eines Sicherheits-PIN begründen könnte, seien Sie misstrauisch. Bedenken Sie, dass die Zusendung eines Sicherheits-PINs niemals auf ein „fremdes“ Handy erfolgt oder fehlgeleitet werden kann, sodass Sie eine erhaltene PIN niemals an einen (vermeintlichen) Bekannten oder Freund weiterleiten sollten.

Auch bei dieser Betrugsmasche deshalb ein weiteres Mal die Bitte an Sie, beim Umgang mit den neuen Medien generell auf Ihr Bauchgefühl zu hören. Fragen Sie bei einem verräterischen Kribbeln in der Magengegend lieber einmal mehr als einmal zu wenig einen erfahrenen Verwandten, Bekannten oder auch gerne die Beamten Ihres Polizeipostens Rüppurr, bevor das „Kind“ durch eine unüberlegte Handlung „in den Brunnen gefallen ist“.

Polizeiliche Gefahrenabwehr in verschiedensten Lebenslagen

Nachdem es in diesem Jahr endlich mal wieder einen annähernd “richtigen“ Winter mit Schnee und kalten Temperaturen gab, hatten Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste auch mit entsprechenden Begleiterscheinungen zu kämpfen. Denn durch die dauerhaft niedrigen Temperaturen bis in den zweistelligen Minusbereich waren die stehenden Gewässer in der Umgebung zugefroren und luden auf den ersten Blick zum Eislauf in der freien Natur ein. Ein unkalkulierbar gefährliches Unterfangen, das im Weiherwald zunächst dazu geführt hatte, dass zwei Schlittschuhläufer eingebrochen waren. In Kenntnis dieses Unglücks hatten sich Mitte Februar trotzdem insgesamt 15 Eisläufer auf den zugefrorenen Gewässern des Weiherwaldes eingefunden und mussten zur Abwehr von Gefahren für ihre Gesundheit von den nicht ausreichend tragfähigen Eisflächen verwiesen werden. Mit den warmen Temperaturen in den Folgetagen hat sich die stets in den Wintermonaten präsente Gefahr dann glücklicherweise aufgelöst.
Ebenfalls Mitte Februar hatte sich ein 46-jähriger Mann in der Diakonissenstraße selbst in Gefahr gebracht, nachdem er zuvor sehr stark dem Alkohol zugesprochen hatte. Dabei führten die erreichten knapp 4 Promille dazu, dass er seinen Nachhauseweg nicht mehr alleine fortsetzen konnte, die Gefahr einer Unterkühlung bei Minustemperaturen sehr präsent war und er keinem Angehörigen in Obhut gegeben werden konnte, um eventuelle Gefahren durch alkoholbedingte Begleiterscheinungen von dem Betrunkenen abzuwehren. Somit waren die eingesetzten Beamten gezwungen, die Person in Gewahrsam zu nehmen und den spartanisch eingerichteten, dafür aber überwachten „Zimmern“ des Polizeigewahrsams zuzuführen, wo der Mann nach ein paar Stunden Schlaf den Hauptteil seines Rausches hinter sich gebracht hatte und seinen Weg fortsetzen konnte.
Einige Tage später waren es mehrere Kinder, die sich ausgerechnet die viergleisige Bahnstrecke zwischen Bahnübergang „Brunnenstückweg“ und Kleingartenanlage „Forstlach“ zum Spielen ausgesucht hatten. Bei Erblicken der Kinder auf dem Gleiskörper war der Führer eines Güterzuges gezwungen, eine Gefahrenbremsung durchzuführen, was in Anbetracht des Gewichtes eines derartigen Güterzuges eines entsprechenden Bremsweges bedurfte und zu einer Einstellung des Zugverkehrs auf dem betroffenen Streckenabschnitt führte. Glücklicherweise wurde aufgrund des schnellen Handelns des Zugführers keines der Kinder von dem Güterzug erfasst. Sicherlich wird der Vorfall für die Kinder nicht folgenlos bleiben und soll als gerade nochmal gut gegangenes Negativbeispiel dafür dienen, dass Kinder und deren Eltern die „Spielplätze“ sorgfältiger auswählen und sich stets von den Bahnanlagen fernhalten.
Passen Sie auf sich auf!!

Mitten aus dem Leben – Besorgter Radfahrer verlor Salatgurke

Mitte Februar meldete sich ein Radfahrer beim Polizeirevier Südweststadt, der auf seinem nach Hause Weg eine im Fahrradkorb verstaute Salatgurke verloren hatte und sich nun darum sorgte, dass das auf dem Gehsteig im Schnee versteckte Kürbisgewächs einen anderen Radfahrer oder einen Fußgänger zu Fall bringen könnte. Nicht ganz unbegründet diese Sorge, wenn auch ein sehr unwahrscheinliches Szenario, nahm sich der Streifendienst bei der allgemeinen Streifentätigkeit im Rahmen der Bürgernähe auch diesem „Fall“ an, konnte die gesuchte Gurke allerdings nicht mehr auffinden. Ein außergewöhnlicher aber aus dem Alltag eines Polizeibeamten herausgegriffener Sachverhalt, der den Beruf so abwechslungsreich macht…

Fahrradunfall dank Helm gerade nochmal gut gegangen

Ende Januar war eine 37-jährige Radfahrerin mit Ihrem E-Bike im Bereich der Straßenbahnhaltestelle „Am Rüppurrer Schloß“ unterwegs und beabsichtigte, vom Gehweg aus in den fließenden Verkehr einzufahren. Hierbei übersah Sie einen in Richtung Süden fahrenden PKW, welcher die Pedelec-Fahrerin erfasste, sodass diese zu Fall kam. Glücklicherweise erlitt die Radfahrerin bei dem Sturz nur leichte Prellungen am Bein und am Arm, die bald wieder geheilt sein werden. Doch auch bei diesem Unfall zeigte sich wieder einmal, dass der getragene und mittlerweile in sehr schicken und stylischen Ausführungen erhältliche Fahrradhelm mit Sicherheit Schlimmeres verhindert hat.

Kalkulieren Sie deshalb bei Ihrer Ausstattung nicht nur das eigene Fahrvermögen, sondern auch äußere Einflüsse und das Fehlverhalten anderer mit ein und fügen Sie dieses Utensil in Anbetracht der heutigen Verkehrsdichte und der Geschwindigkeiten, die nicht nur ein E-Bike, sondern auch „normale“ Fahrräder erreichen können, zu Ihrer Ausrüstung hinzu.

Vereine aufgepasst – neue Betrugsmasche

Nachdem bisher vor allem Privatpersonen das Ziel von Betrügern unterschiedlicher Couleur waren, richtet sich die neueste Betrugsmasche nun gegen Vereine und deren vermeintliche Geschäftspartner. Dabei bestellen unbekannte Täter bei (IT-)Firmen Produkte und weisen der Firma die Zahlung im Rahmen der geforderten „Vorkasse“ durch Übersendung eines Überweisungsträgers nach, auf welchem als Auftraggeber der Zahlung Vereine aus dem Bundesgebiet eingetragen sind. Zum Erhalt der Bankverbindungsdaten bedienen sich die Täter ganz einfach den Ausführungen auf der Vereinshomepage, wo Vereine leichtfertig auf Dokumenten oder im Impressum ihre Bankdaten veröffentlichen. Aus Sicht des Vereins sicherlich nachvollziehbar, werden diese Daten im Internet zur Verfügung gestellt, um Mitgliedern, Freunden und Gönnern unbürokratisch die Möglichkeit zu geben, ihren Verein mit einer Spende zu unterstützen. Im Gegensatz zum drohenden finanziellen Verlust durch die neueste Betrugsmasche allerdings mehr als fahrlässig, ist die Veröffentlichung der Kontodaten nach dem Vereinsrecht über die Homepage keinesfalls vorgeschrieben. Abschließend werden die Überweisungsträger bei der Hausbank des Vereins eingegeben und durch einen dortigen Mitarbeiter anhand der geleisteten Unterschrift hoffentlich als Fälschung erkannt und nicht ausgeführt. Seien Sie als Vereinsverantwortliche und als Vereinskassiere auch in Coronazeiten mit wenigen bis gar keinen Vereinsaktivitäten wachsam und prüfen Sie in regelmäßigen Abständen die Vereinskonten!!

Industriefass in der Alb führte zum Einsatz der BFW KA und der Polizei

Industriefass in der Alb
Industriefass in der Alb

Am 21.01.2021 wurde dem Polizeiposten Rüppurr ein Industriefass mit unbekannten Inhalt gemeldet, welches im Wehr der Alb am Scheibenhardter Weg hängen geblieben sei. Tatsächlich wurde vor Ort ein von der Strömung umspültes 5-Liter-Fass gesichtet, dessen Inhalt bis zu diesem Zeitpunkt unbekannt war. Aufgrund des nicht bekannten Inhaltes wurde die Berufsfeuerwehr Karlsruhe hinzugezogen, welche die Bergung des Fasses übernahm. Nachdem das Fass aus fester Pappe und Holzdeckel an Land gezogen war, wies die äußere Aufschrift auf darin enthaltenes Vitamin D hin. Bei einer Öffnung des Fasses wurde festgestellt, dass dieses glücklicherweise leer war und eine Gefahr für das Gewässer und darin lebender Tiere zu keinem Zeitpunkt bestanden hat. Letztlich wurde das Fass – so wie es der ehemalige Eigentümer hätte tun sollen – über den Wertstoffhof der Stadt Karlsruhe entsorgt.

Der Polizeiposten Rüppurr wünscht ein gutes neues Jahr und zur richtigen Zeit ein gutes „Bauchgefühl“

Auch wenn die „Knigge-Regel“ gute Neujahrswünsche nur im Ausnahmefall über den 15. Januar hinaus vorsieht, möchte es sich der Polizeiposten Rüppurr in dieser ersten Ausgabe des Monatsspiegels im neuen Jahr nicht nehmen lassen, all unseren Mitbürgerinnen und Mitbürgern ein frohes, gesundes und sicheres Jahr 2021 zu wünschen. Während die ersten beiden Eigenschaften eines glücklichen Jahresverlaufes nur bedingt unserem Einfluss unterliegen, kann jeder etwas für seine und die Sicherheit seines persönlichen Umfeldes beitragen.

Denn gerade in der heutigen Zeit, in der die Digitalisierung weiter auf dem Vormarsch ist und man auf Telefon, Handy, Internet und Co. fast nicht mehr verzichten kann, bedarf es bei Nutzung der neuen Medien einem guten Maß an Bauchgefühl, um nicht auf den Erfindungsreichtum von Betrügern jeglicher Couleur hereinzufallen. Wenn es also beim – sich in Corona-Zeiten wachsender Beliebtheit erfreuenden – Internetshopping oder beim Anruf angeblicher Verwandter oder vertrauenserweckender Mitarbeiter von Großunternehmen oder Behörden im Bauch kribbelt, hören Sie auf Ihr (Bauch-)Gefühl – es liegt meistens richtig. Erkennen Sie Fake-Shops durch Recherchen im Internet, sind Sie bei Internetkäufen auf Vorkasse und vor allem bei geforderten Überweisungen auf Konten mit ausländischen IBAN-Kennungen misstrauisch und denken Sie daran, dass es sich bei einem Anruf von der auf dem Display des Telefons angezeigten Rufnummer „110“ mit Sicherheit nicht um die Polizei handelt.

Sprechen Sie in Ihrem Verwandten- und Bekanntenkreis offen und ohne falsche Scham über solche beschriebenen Erlebnisse; haben Sie in derartigen Fällen vor allem für ältere Nachbarn und Mitmenschen ein offenes Ohr und tragen Sie diese an Ihre Polizei weiter, bevor ein unüberlegtes Handeln vor allem finanziellen Schaden nach sich zieht. Mit den besten Wünschen für ein friedvolles Jahr 2021.

Rauchmelder rettet Frühstück

Dass Rauchmelder im Falle einer starken Rauchentwicklung oder eines Brandes in Wohnungen Leben retten können, ist allgemein bekannt und sollte jeden Bürger dazu animieren, in die entsprechenden und nicht teuren kleinen Kästchen zu investieren und diese in der Wohnung an geeigneter Stelle (Treppenaufgänge, Schlafräume und Wohnräume) zu montieren. Am Morgen des 06.01.2021 konnte ein derartiger Rauchmelder in der Graf-Eberstein-Straße zwar nicht gleich Leben, dafür aber das Frühstück einer dortigen Bewohnerin retten, hatte diese Ihr Mahl auf dem Herd vergessen und sich mit anderen Dingen beschäftigt, bevor der Rauchmelder Alarm schlug. Kaum auszudenken, was passiert wäre, wenn hier kein Rauchmelder installiert gewesen wäre und das Frühstück noch längere Zeit unerkannt auf dem Herd geschmort hätte…

Automatenaufbrecher im Jahr 2021 angekommen

Nachdem in den vergangenen Monaten im südlicher gelegenen Bereich der „Rheinschiene“ eine Vielzahl von Zigarettenautomatenaufbrüchen zu verzeichnen waren, schien diese Welle Anfang 2021 zumindest kurzfristig auch in den Karlsruher Bereich geschwappt zu sein. Denn in der Nacht 05./06.01.2021 gingen bislang unbekannte Täter einen Automaten am Verbindungsweg Neckar- / Donaustraße an. Dabei waren nicht unbedingt die darin befindlichen Glimmstängel, sondern das extra und bestens gesicherte Bargeld die erstrebte Beute der Täter, deren Spur der Polizeiposten Rüppurr aufgenommen hat.

Sollten Ihnen in der Tatnacht im dortigen Bereich verdächtige Personen aufgefallen sein oder Sie in der Stille der Nacht verdächtige Geräusche aus dem Bereich des Tatortes wahrgenommen haben, melden Sie dies bitte unter 0721 890408 an den Polizeiposten Rüppurr.

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